GFS Umwelttiger Forum

Das Sprachrohr des Umwelttigers

Thema „Papier“

Warum Papier?

Für die Konzentration auf den Umgang mit Papier gibt es zahlreiche Gründe, von denen hier nur einige genannt werden:

a)  Die weltweite Zerstörung unserer wertvollen, lebensnotwendigen Wälder  –  einige Fakten:

Der Papierverbrauch ist in den Jahren 1999-2009 an der Schule von 250.000 auf über 750.000 Blatt Din-A4 pro Jahr gestiegen. Es herrschte eine ungehemmte, sorglose Verschwendungshaltung an der Schule. Diese Haltung entspricht tendenziell der Haltung in der Bundesrepublik. In Deutschland wird mittlerweile mehr Papier verbraucht als in Afrika und Südamerika zusammen. Jeder 5. Baum wird heute für Papier gefällt. Alle zwei Sekunden verschwindet eine fußballfeldgroße Fläche an Primärwäldern. 80 % der Urwälder weltweit sind mittlerweile zerstört.

Dem blütenweißen Aussehen des Papiers sieht man leider die Bedingungen, unter denen es hergestellt wurde, nicht an. Wer denkt angesichts der makellosen weißen Blätter schon an abgeholzte (Regen-)Wälder, verseuchte Flüsse und kranke Menschen und Tiere im Umfeld von Zellstofffabriken? Wenn aus Indonesien antransportiertes weißes Papier für uns preisgünstiger ist als vor Ort hergestelltes Recycling-Papier, dann läuft etwas massiv verkehrt!

b)  Die Betroffenheit und Umsetzbarkeit an der Schule:

Ein sehr wichtiges Argument für uns als Gruppe in der Schule ist die konkrete Umsetzbarkeit in Bezug auf den Papierkonsum. Jeder braucht Papier, aber in diesem Bereich hat man als Individuum eine konkrete Wahlmöglichkeit: Wir können blütenweißes Frischfaserpapier, dem man seine Herkunft, wie gesagt, leider nicht ansieht, benutzen; wir können aber auch wälderschonendes Recyclingpapier verwenden. Wir können sorglos Papier verschwenden; wir können aber auch bewusst sparsam damit umgehen. Wir können die Zerstörung der Lebensqualität auf dieser Erde unterstützen; wir können aber auch Aufbauarbeit leisten. Wir können weiterhin andere, ärmere Menschen für unseren Wohlstand bezahlen lassen; wir können aber auch Verantwortung übernehmen für unser eigenes Handeln.

c)  Der Beispielcharakter:

In diesem Zusammenhang dient der Raubbau an den Wäldern zudem als Beispiel, an dem die globale Problematik und die Auswirkungen des eigenen Handelns deutlich werden. Ist dieser grundsätzliche Zusammenhang verstanden und im Bewusstsein, liegt der Transfer auf andere Themen nahe, z.B. Wasser, Plastik, Müll, Ernährung, Energie, Konsumgüter oder auch der Umgang mit Tieren.

 

Der Stand des Papierverbrauchs an der GFS  lag Ende 2012 bei ca. 500.000 Blatt Din-A4-Papier. Der Verbrauch konnte also bisher um ca. ein Drittel gesenkt werden. Allen, die zu diesem guten Zwischenergebnis auf unserem Weg zur Halbierung des Papierverbrauchs beigetragen haben, sei von dieser Seite ein „Danke“ gesagt.

 

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